Die Einachsgeräte 6400 - Prototyp

HYDRIVE beweist Vielseitigkeit für die neue Generation handgeführter Einachsgeräte

Für die Entwicklung der neuen Einachsgeräte 6400 arbeitet Agria mit HYDRIVE Engineering zusammen. Innerhalb von nur 3 Monaten hat HYDRIVE Engineering eine Steuerung für das neuartige, elektrische Antriebskonzept entwickelt und darauf abgestimmt. Gleichzeitig mussten unter der Maßgabe der Serientauglichkeit dafür nötige Komponenten ausgewählt und beschafft werden. Andererseits waren die einzelnen Entwicklungsaufgaben für das Einachsgerät zu integrieren. Durch die vertrauensvolle Kooperation und die vielseitigen Kompentenzen von HYDRIVE Engineering ist das Ziel erreicht: Agria konnte die Prototypen der Modellserie 6400 auf der Demopark 2017 in Eisenach vorstellen.


Lösungen für eine robuste Nullserie

Vom Prototypen zur robusten Nullserie der Einachsgeräte in nur 3 Monaten – genau das ist das Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen HYDRIVE Engineering und Agria. Innerhalb dieser kurzen Zeit galt es, unterschiedliche Aufgaben besonders effizient und professionell zu lösen.

HYDRIVE Engineering ist überzeugt, dass eine erfolgreiche Maschinenentwicklung immer auf einer sauberen und durchdachten Konzeption beruht. Entsprechend startete das Entwicklungsprojekt mit intensiven Kundengesprächen. Darauf basierend wurde gemeinsam festgelegt, dass HYDRIVE Engineering folgende Aufgaben übernimmt:

Zum Einen sollte ein Steuerungskonzept für die beiden elektrischen Einzelradantriebe entstehen, welches auf der gemeinsam erarbeiteten Bedienerphilosophie beruht. Darauf aufbauend erfolgte die Entwicklung der Steuerungssoftware. Gleichzeitig galt es, dafür geeignete Komponenten zu recherchieren und auszuwählen, z.B. Bedienelemente und Sensoren. Dabei hat HYDRIVE Engineering die Komponenten sowohl auf deren technische Eignung für die Einachsgeräte geprüft; die Komponenten mussten jedoch auch kaufmännisch bestehen. Nur dank der engen Zusammenarbeit mit den Lieferanten konnten diese Aufgaben parallel gelöst werden. Dabei bestand die besondere Herausforderung darin, einen serientauglichen Kabelbaum innerhalb der kurzen Entwicklungszeit mit einem Lieferanten zu entwickeln und zu fertigen.

Noch während HYDRIVE Engineering die Steuerung implementiert hat, fanden erste Teilinbetriebnahmen von Komponenten statt. Hierdurch mussten sich insbesodere die Schlüsselkomponenten schon frühzeitig dem Praxistest stellen. So stellt HYDRIVE Engineering sicher, dass die gewählten Komponenten auch für die Serie ihre Tauglichkeit beweisen.

Systemverständnis als entscheidender Unterschied

Besonders anspruchsvoll zeigte sich die Realisierung der Lenkfunktionen. Dabei waren die Bedienervorgaben für die Fahrtrichtungsvorgabe aus der Holmbewegung elektrisch zu erfassen und in geeigneter Weise auf die Drehzahlsollwerte der Fahrantriebe umzurechnen. Die hohen Anforderungen bei HYDRIVE Engineering, tiefes Maschinenverständnis mit der Fähigkeit zur Steuerungsentwicklung zu kombinieren, war hier der entscheidende Faktor, um ein bedienerfreundliches Fahrverhalten auch in dynamischen Fahrsituationen zu realisieren. Das Resultat war ein völlig neues Lenkkonzept. Näherungsgeber übermitteln nun das Lenksignal an die Steuerung. So passt sich die Raddrehzahl automatisch an die aktuelle Fahrsituation an. Auf diese Weise ist nun auch das Wenden auf der Stelle (sog. zero turn) ohne erheblichen Kraftaufwand für den Bediener möglich.

Genau bei den Themen Inbetriebnahme und Antriebsoptimierung können die Kollegen auf ihr fundiertes Systemverständnis zurückgreifen. Damit konnte HYDRIVE Engineering auch der Komplexität dieser Herausforderung in kürzester Zeit begegnen.

Schlussendlich machte es genau dieses Systemverständnis erst möglich, die vielfältigen, beschriebenen Aufgaben in der Kürze der Zeit umzusetzen. Arbeitspakete sind weitestgehend parallel umgesetzt worden und die Arbeiten haben ideal ineinander gegriffen.

HYDRIVE Engineering baut auf Langfristigkeit

HYDRIVE Engineering hat das erarbeitete und umgesetzte Wissen bestmöglich an Agria weitergegeben. Damit kann Agria auf eine zufriedenstellende Nullserie für die handgeführten Einachsgeräte zurückgreifen. Das gemeinsame Ziel von Agria und HYDRIVE Engineering ist es, weiterhin partnerschaftlich eng zusammenzuarbeiten. Schlussendlich soll nach der positiven Resonanz auf der Demopark 2017 in Eisenach ein innovatives, robustes Produkt auf einem traditionellen Markt mit hohem Wettbewerbsdruck erfolgreich platziert werden.